Flusskreuzfahrten erfreuen sich einer stets wachsenden Beliebtheit. Ähnlich wie bei den Hochseekreuzfahrten genießen Passagiere auch hier den Wechsel zwischen aufregenden Landausflügen und entspannten Tagen an Bord des Schiffes mit der Möglichkeit zum Sonnenbaden an Deck, Wellness-Behandlungen in den Schiffs-Spas und köstlichen Büffets zu jeder Mahlzeit. Auf den großen Flüssen Europas braucht man auch keinen starken Seegang und die damit verbundene Seekrankheit zu fürchten, und statt endlosem blauen Meer bietet sich stets der schöne Ausblick auf die vorbeiziehende Landschaft.
Neben Donau, Wolga und Rhein steht vor allem die Elbe auf der Wunschliste der Flusskreuzfahrten ganz oben. Die längste Tour verbindet dabei den Welthafen Hamburg im Norden Deutschlands mit der goldenen Stadt Prag in der Tschechischen Republik. Zu den Städten, die unterwegs angelaufen werden, gehören das als Elbflorenz bekannte Dresden, die Porzellanstadt Meißen, Sachsen-Anhalts Hauptstadt Magdeburg und die Lutherstadt Wittenberg. Dabei werden so schöne Landschaften wie die sächsische Schweiz durchkreuzt und das durch Theodor Fontane weltberühmt gemachte Havelland.
Prag braucht natürlich keine besondere Vorstellung mehr: Die vielbesungene goldene Stadt an der Moldau, die 30km nördlich von Prag bei Melnik in die Elbe mündet, ist schon lange ein beliebtes Ziel deutscher Städtetouristen. Sehenswürdigkeiten wie die Burg und die St.Veitskathedrale auf dem Burgberg Hradschin über dem Viertel Mala Strana, die Karlsbrücke und die malerischen alten Häuser der Altstadt, die sich um das alte Rathaus mit der bekannten astronomischen Uhr gruppieren, sind weltbekannt. Auf dem Wenzelsplatz, der 500m langen Prachtmeile von Prag, tobt Tag und Nacht das moderne Stadtleben.
Die sächsische Metropole Dresden hat in den letzten Jahren einen regelrechten Tourismusboom erlebt. Im zweiten Weltkrieg durch den “Feuersturm” zerstört, wurden viele alte Gebäude schon bald wieder aufgebaut, darunter der “Zwinger” und die St.Trinitatiskirche. Nach der Wende wurde in einem großanlegten Spendenprojekt über mehrere Jahre hinweg die ebenfalls im Krieg zerstörte Frauenkirche wieder aufgebaut, die seitdem in neuem Glanz über der Stadt strahlt. Doch die Residenzstadt der sächsischen Könige ist vor allem als Kunststadt ein Begriff und wurde früher zurecht als “Florenz an der Elbe” bezeichnet. Die staatlichen Kunstsammlungen von Dresden mit dem Grünen Gewölbe, der Galerien der alten Meister und neuen Meister, der Rüstkammer und der Porzellansammlung genießen Weltruf. Wer alle Schätze Dresdens sehen will, braucht jedoch mehr als einen Tag im Rahmen einer Flusskreuzfahrt und bleibt lieber zwei oder drei Nächte in der Stadt, zum Beispiel im günstigen Hostel Dresden.
Weitere Stationen der Elbekreuzfahrten sind Meißen, wo die bekannten Porzellanmanufakturen im Rahmen eines Landausfluges besichtigt werden können, und das touristisch oft vernachlässigte Magdeburg, das vor allem mit seinem prachtvollen Dom beeindruckt. Bis zur Fertigstellung des Kölner Doms war er das größte Kirchengebäude Deutschlands und gilt als ältestes gotisches Bauwerk Deutschlands. Der erste deutsche Kaiser Otto I. ist hier zur Ruhe gebettet. Im stadthistorischen Museum kann man sich über die bewegte Geschichte Magdeburgs informieren, ehe die Flusskreuzfahrt ihrem Zielhafen Hamburg entgegensteuert und eine aufregende Woche zuende geht.
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